Autorentag mit Elena Mackenzie

Persönliche Fragen

Wachst du manchmal auf und fragst dich, ob du nicht mehr alle Tassen im Schrank hast, weil du Stimmen im Kopf hörst und dann aufspringst, um all ihre Geschichten aufzuschreiben, solange sie mit dir reden? Machst du das dann auch oder lässt du sie reden?

..Stimmen eher nicht, aber manchmal wache ich aus einem Traum auf und denke sofort: das wäre eine tolle Buchidee. Und die schreibe ich dann auch auf. Ich habe einen Ordner auf meinem PC, da befinden sich noch nicht ganz 30 Ideen, die ich schon grob geplottet habe.

Hast du verborgene Talente?

..Wenn ja, dann sind die auch vor mir noch verborgen. Ich kann weder singen, noch tanzen, ich konnte mal ganz gut malen, bin mittlerweile aber sehr eingerostet.

Was ist Dein größter Wunsch?

..Mein größter Wunsch war immer, mal eine Veröffentlichung in einem großen Verlag zu haben. Mittlerweile habe ich schon in 2 bekannten Verlagen veröffentlicht. Schön wäre noch, eine richtige Printveröffentlichung, bisher habe ich leider nur die Digitallabels erreicht. Und dann wäre natürlich noch, das, was sich jede Mutter für ihre Kinder wünscht: Gesundheit, ein glückliches Leben und dass all ihre Wünsche und Träume in Erfüllung gehen. Das ist etwas, das ich mir eigentlich für jeden Menschen wünsche.

Wer zählt zu deinen  Lieblingsautoren?

..Die Bronte-Schwestern, Jane Austen, Christine Feehan ... es gibt einige Autoren, die ich gern lese, deswegen ändert sich das wohl auch immer mal.

Wenn du dich verwandeln könntest welches Tier wärst du und warum?

..Ein Delfin, diese Tiere sind unbeschreiblich schön, sehr intelligent und freundlich. Ich könnte mir vorstellen, sich so durch das Meer zu bewegen, zu sehen, was wir Menschen nie zu sehen bekommen und diese Freiheit zu genießen, das muss großartig sein.

Wie wichtig ist für dich der Schreibstil eines Autors? Bevorzugst du eine bestimmte Art?

..Sehr wichtig. Ich lese in jedes Buch erst rein und merke eigentlich schon nach den ersten Absätzen, das ist was für mich oder eben nicht. Und das liegt dann nicht an der Handlung, sondern am Sprachstil des Autors. Bevorzugen tue ich keinen Stil, das kommt immer eher auf meine Stimmung an. Mal mag ich es leicht und locker, mal sehr komplex.

Hast du einen Lieblingsautor, von dem du alle Bücher kaufst und einfach lesen musst?

..Abbi Glines z.B. Oder Samantha Young.

Hörst du beim Schreiben Musik, wenn ja welche?

..Nein, ich brauche absolute Ruhe beim Schreiben, deswegen schreibe ich zum Großteil auch nachts, weil da auch kein Telefon klingelt.

Würdest du gern in einer anderen Welt leben und wenn ja, in welcher? Wenn nein, warum nicht?

..Manchmal stelle ich mir vor, ich könnte in die Vergangenheit reisen. Vielleicht 200-500 Jahre zurück, nach Schottland, Amerika, Irland und Frankreich. Aber dann muss ich immer an die schlechte medizinische Versorgung denken und stelle mir vor, wie schlimm es damals gewesen sein muss, wenn man einen Zahn gezogen bekam, eine Wunde sich infiziert hat und die Toiletten, die es ja nicht wirklich gab. Und dann weiß ich, so romantisch die Vorstellung vom wilden Wikinger oder Highlander sein mag, das wiegt den Rest nicht auf.

Du musst dich zwischen einem lebenslangen Vertrag mit einer Buchhandlung, der dir verspricht, dass du im Monat eine unbegrenzte Menge an Büchern deiner Wahl umsonst bekommst und einem Vertrag mit deinem Wunschverlag, der alle deine Bücher erfolgreich herausgeben wird, entscheiden. Was wählst du und wieso?

..Den Verlag, das würde mir mein Einkommen sichern und dann könnte ich damit eine Unmenge Bücher kaufen. Und andererseits habe ich einen riesen SUB zu Hause, der ohnehin noch gelesen werden muss, ich komme nämlich an keinem Buch vorbei.

FRAGEN ZUM SCHREIBEN

Seit wann schreibst du schon?

..Seit 2010, wobei ich auch schon als Teenager erste Versuche gestartet habe. Aber richtig angefangen habe ich 2010, damals habe ich in Kaufbeuren bei einem sehr guten Autor einen Kurs belegt. Und danach hat mich das Schreiben nicht mehr losgelassen.

Welcher deiner Charaktere ist dein persönlicher Liebling und wieso ?

..Das ist schwierig, mal habe ich diesen Liebling, mal nicht. Aber ich denke, im Moment ist es Caleb aus Luxury, weil er mit so schrecklichen Dämonen zu kämpfen hat und trotzdem noch die Kraft findet, alles zu tun, um seine Familie zu schützen. Er ist ein sehr komplexer Charakter, ich denke, das macht ihn zu etwas ganz Besonderem.

Welches ist dein persönliches Herzbuch und wieso? 

..Das ist wohl auch Luxury. Zum einen, weil ich in dieses Buch sehr viel Recherche gesteckt habe, zum anderen, weil ich ein sehr ernstes Thema darin anspreche: Selbstverletzung. Dieses Thema ist für mich sehr wichtig geworden, weil Freundinnen meiner Tochter sich selbstverletzen und meine Tochter darunter sehr gelitten hat. Und dann war ich auf einer Schulveranstaltung und neben mir saß eine junge Frau, deren Arme komplett übersät waren mit schon verheilten Narben, aber sie hat nicht einmal versucht, das zu verbergen. Sie betrachtet diese Narben als Teil ihrer Vergangenheit, hat sie gesagt. Das hat mich sehr beschäftigt. Und ich war beeindruckt, dass sie so offen darüber geredet hat.

Wie lange dauert es bis du eine Idee in deinem Kopf zu Papier bringst?

..Das ist ganz unterschiedlich, es gibt Bücher, die deutlich mehr Vorarbeit benötigen als andere. Es gibt Bücher, die schaffe ich in weniger als einem Monat. Und es gibt Bücher, für die brauche ich mehr als ein Jahr.

Hast du bestimmte Rituale vor dem Lesen eines Buches?

..Nein, meistens lese ich im Bett. Im Winter trinke ich gern Tee dazu, ansonsten eigentlich nichts. 

Nimmt Ebook Piraterie Einfluss auf deine Arbeit?

..Es verärgert mich, weil man das Gefühl bekommt, diese Leser, die sich Bücher auf diesem Weg holen, schätzen die Arbeit eines Autors als sehr gering ein. Gerade als Selfpublischer bietet man seinen Lesern die Bücher schon sehr günstig an. Es gibt Flatrates, über die Leser fast gratis lesen können, und doch bedienen sie sich lieber über die Piraten, die dann an unseren Büchern das Geld verdienen, das eigentlich uns Autoren zusteht. Auch wenn Piraten es immer gerne so kommunizieren, als würden sie die Bücher aus lauter Liebe kostenlos zur Verfügung stellen, das stimmt nicht. Über die massive Werbung auf den Plattformen verdienen sie eine Menge Geld. Kürzlich erst kam sogar heraus, dass einige der Piraten, die unsere Bücher verteilt haben, im Darknet einen der größten Kinderpornoringe geleitet haben. Als Nutzer solcher Angebote sollte man sich überlegen, ob man so etwas wirklich unterstützen will und ob man bereit ist, eine Mitschuld an so etwas zu tragen. Ist es wirklich so schlimm, 0,99 €, 2,99 € für ein E-Book oder 9,99 € für die Flatrate zu zahlen?

Die beste Ablenkung um dich vom Schreibtisch zu locken?

..Nicht wirklich vom Schreibtisch, Facebook. Manchmal vergesse ich da wirklich die Zeit.

Wolltest du immer Autor/in werden oder kam dieser Wunsch erst mit der Zeit?

..Ich habe schon immer gern gelesen. Ich habe als Kind die gesamte Bibliothek meines Vaters gelesen, immer sofort alle Schulbücher und auch sonst jedes Buch, an das ich herankommen konnte. Und ich habe mich oft gefragt, wie machen diese Autoren das? Wie stellen sie es an, dass sich die vielen Puzzleteile am Ende zusammenfügen? Woher kennen sie so tolle Sätze und Formulierungen? Ich habe immer daran gezweifelt, ob ich sowas auch kann. Einen wirklichen Traumberuf hatte ich damals eigentlich nie, aber ich denke, wenn ich damals nicht geglaubt hätte, dass ich niemals ein Buch schreiben könnte, dann wäre mein Traumberuf wohl schon da Autorin gewesen.

Was liebst du daran am meisten?

..Die Freiheit, mir meine Arbeit einteilen zu können, den Kontakt zum Leser, der mir wirklich sehr wichtig ist, und natürlich die Geschichten und Figuren selbst.

Dein absolutes Hasswort beim Schreiben? Verwendest du es oder lässt du es wirklich aus deinen Büchern raus?

..Plötzlich, das verwende ich manchmal, wenn es gar nicht anders geht. Dann, das verwende ich eher unbewusst, aber wo möglich, nehme ich es beim Überarbeiten wieder raus. Wirklich, eine zeitlang hat sich das Wort in ziemlich jeden Absatz mal reingemogelt.

 

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