Rezension zu „Heart Beat: Frühling, Flirts und Freundschaftskrisen“ von M. D. Grand und S. M. Gruber

Der Klappentext:

 

»Hast du Gefühle für Beccie?«, wiederholte er geduldig.

 

»Was? Nein!« Doch. Was?

 

»Bist du dir sicher?«

 

»Ja!« Nein. Fuck.

 

 

Sam liebt Surfen und seine Musik, James liebt Bücher, Flirten und seine Schwester Beccie. Gemeinsam sind die drei besten Freunde unschlagbar – na ja, zumindest fast. Denn dieser Frühling hält einiges für sie bereit.

 

Die scharfsinnige Roxy verdreht James den Kopf und gefährdet sein Bad Boy-Image. Sam kann mal wieder nicht Nein sagen und steckt plötzlich in einer viel zu ernsthaften Beziehung mit der süßen Felicity. Der nahe Abschluss und die Collegebewerbungen machen das Leben der Jungs auch nicht leichter. Und Beccie … ist eben Beccie. Dass Sam dann auch noch Gefühle für seine beste Freundin entwickelt, finden alle drei höchst bedenklich.

Meine Meinung:

 

Vielen lieben Dank an den Eisermann Verlag und die Netzwerkagentur Bookmark für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Dieser Umstand nimmt jedoch keinerlei Einfluss auf die Darlegung meiner ehrlichen Meinung.

 

Als das Buch in meinem Briefkasten war, hab ich mich schon extrem darauf gefreut. Denn dieses Buch schreit doch praktisch nach Sommer und junger Liebe, oder? Und meine Erwartungen wurden auf keinen Fall enttäuscht. Dieser Roman ist extrem gut durchdacht und bis in die kleinsten Details ausgearbeitet. Ich habe schon lange kein so tiefgründiges Werk mehr gelesen. Im Grundstein geht es um 3 Jugendliche, die gerade erwachsen werden und da ich mich gerade im selben Alter befinde, kann ich es so gut nachvollziehen. Die Story ist weder überheblich noch abwegig, eigentlich könnte sie genau so wie sie ist auch jedem anderen passieren.

 

Die Geschichte wird aus den Sichten von James und Sam erzählt, wobei mich immer noch wundert, dass Beccie keine spezielle Rolle als denkenden Kopf bekommen hat, aber richtig gestört hat das nicht. Die beiden Jungs haben mich gut genug unterhalten. Die Kapitel waren meiner Meinung nach ziemlich lang, aber dadurch, dass die Sichten der Jungs innerhalb der Kapitel auch gewechselt haben, ist das gar nicht so sehr aufgefallen. (Man konnte auch sehr gut eine Pause nach einer Sicht einlegen, also wenn man es schafft, sich von dem Buch loszureißen.) Der Schreibstil ist nämlich ganz schön fesselnd und man kommt gut durch das Buch durch. Die Ideen sind kreativ und ich musste einfach so oft schmunzeln und lachen, weil sich die drei immer wieder in den Mist geritten haben. Aber es hat auch ernste Themen behandelt, die mich in andere Stimmungen gebracht haben.

Leider habe ich auch einige Kritikpunkte.. Also erstens ist das Buch aus der Er-/Sie-Erzählweise geschrieben, was ich immer ein wenig unpersönlich finde. Dadurch können Gedanken und Gefühle meiner Meinung nach nicht so gut gezeigt werden. Zweitens gibt es einige Schachtelsätze, die ich mehrmals lesen musste, um die gewollte Message hinauszufiltern. (Das war jetzt wirklich nicht oft, aber es ist mir einfach aufgefallen.) Und drittens fand ich es manchmal anstrengend, dass die Charaktere irgendwie 3 Namen hatten. James hat natürlich James und dann noch Jay oder Jamie. Rebecca wird außerdem noch Bec oder Beccie genannt und Samuel ist Sam oder Sammy. Das ist jetzt nicht so schlimm oder ausschlaggebend, aber manchmal war es für mich einfach verwirrend.

Das Cover ist wunderschön und hebt sich von den gängigen Modellen ab. Man sieht einen Sandstrand mit dem Titel des Buches, auf dem Polaroid Bilder liegen. Das Schöne daran ist, dass alle Aspekte auch im Buch widergespiegelt werden. Sowohl der Strand, als auch die Polaroids sowie die dargestellten Bilder, z.B. das Skateboard oder auch die Partys. Mir gefällt es richtig gut und meiner Meinung nach ist es einfach ein richtiger Hingucker!

An dieser Stelle muss ich einfach als penibler Bücherliebhaber noch anmerken, dass die Qualität des Buches toll ist. Die Seiten sind stabil und auf dem Buch sind vorne und hinten jeweils eine kleine Kerbe angebracht, wodurch keine Leserillen am Buchrücken entstanden sind. (Und die sehen auch nicht blöd aus oder so, ich finde die Idee einfach schlau, denn für mich gibt es nichts Schlimmeres als ein Buch voller Leserillen.) Also wem das auch wichtig ist.. der kann hier einen eindeutigen Pluspunkt sammeln!

 

Kommen wir auch noch zu den Charakteren, die mich von ihrer Persönlichkeit her wirklich überzeugen konnten. Ich fand sie authentisch und einfach sympathisch. James, Beccie und Sam sind beste Freunde seit Kindertagen, wobei James und Beccie Geschwister sind. Zusammen bilden die drei ein unschlagbares Team, welches zu einigen Schandtaten bereit ist. James stellt hierbei den Bad Boy dar, der regelmäßig Mädchen abschleppt und immer für eine saloppe Antwort bereit ist. Ich fand es aber auch schön einige andere Seiten von ihm kennenzulernen. Beccie ist das süße Mädchen von nebenan, welches es aber auch faustdick hinter den Ohren hat. Sie sollte man keinesfalls unterschätzen. Und zum Schluss Sam: Der süße Sunnyboy, der gerne gärtnert (Kleiner Insider). Okay aber jetzt ernst: Sam ist wirklich der gute, ruhigere Junge, der versucht sich gegen bestimmte Grenzen und Regeln aufzubegehren.

 

Mein Fazit:

 

Dieses Buch ist eine absolute Leseempfehlung von mir. Der Roman ist einfach echt, die Charaktere sind real und es liest sich einfach gut. Ein gelungener Jugendroman über das Leben, die Liebe und die Freundschaft. Die Protagonisten lernen, was es heißt erwachsen zu werden und welche Probleme sich damit entwickeln. Sie kommen mit verwirrenden Gefühlen in Kontakt und vielleicht auch mit der ersten richtigen Liebe. Aber sie haben auch jede Menge Spaß zusammen. Wer nach einem tiefgründigen Buch sucht, der ist bei „Heart Beat“ an der richtigen Stelle. Also ich kann Teil 2 gar nicht abwarten.

 

 

4,5 Sternchen von 5 Sternchen

 

(Bildquelle: Amazon.de)

 

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