Autorentag mit Erin J. Steen

Persönliche Fragen

Welches ist dein absolutes Lieblingsbuch?
..Mich für eins zu entscheiden, ist unmöglich. Auf der Liste meiner All-Time-Favorites stehen aber eher Bücher, die nicht ganz so viele junge Leser kennen. Ich liebe die Werke von Haruki Murakami, John Irving, T.C. Boyle und Mario Vargas Llosa. Jeder von ihnen schreibt auf ganz andere Weise Geschichten, die mich begeistern und belehren zugleich. Wenn du mir jetzt die Pistole auf die Brust setzt, wähle ich heute mal wieder „Kafka am Strand“ von Murakami.


Gibt es Autoren von denen du einfach jedes Buch kaufst, weil du dich lesetechnisch einfach auf sie verlassen kannst?
..Nicht weil ich mich auf sie verlassen kann, sondern weil ich sie in jeder Facette ihrer Werke kennenlernen will. Und dann sind es die oben genannten. Eines fernen Tages möchte ich all ihre Werke gelesen haben, aber damit lasse ich mir ganz bewusst Zeit, denn sie produzieren alle maximal ein Buch pro Schaffensjahr und ich will lange etwas davon haben.


Bist du eine Happy Endlerin oder darf es für dich auch ein trauriges Ende geben?
..Das Ende muss zum Buch passen. Ich mag Happy Ends, aber manchmal wäre ein zu glückliches Ende eine Beleidigung für das Werk. Was ich nicht mag, ist am Ende auf Teufel komm raus, überraschen zu müssen.


Was machst du gerne in deiner Freizeit, natürlich neben dem Schreiben?
..Ich liebe meinen Garten mit all der Arbeit, die ich dort habe. Ich verbringe meine Zeit auch gern mit meinen Hunden oder beim Outdoorsport je nach Lust und Laune.


Hast du bestimmte Talente, von denen wir noch nichts wissen?
..Wenn du es als Talent bezeichnen würdest, immer meine ungeschönte Meinung zu sagen, dann ja. Außerdem begreife ich neue Themen recht flink, aber damit kann man nun auch nicht unbedingt jemanden beeindrucken - außer meinen Chefs.


Findest du eine der vielen Buchverfilmungen besonders gelungen?
..Nein, da könnte ich wohl keine besonders hervorheben.


Wie sieht ein perfekter Tag für dich aus?
..Einen perfekten Tag verbringe ich mit Menschen, die ich gern hab. Was wir machen, ist dann wirklich nebensächlich.


Würdest du gerne in einer anderen Welt (aus einem Buch z.B.) leben?
..Nur Zeitweise, denn meine Ewigkeit verbringe ich lieber hier.


Was ist deine Lieblingsfarbe?
..Das schwankt täglich mehrmals


Welcher ist dein Lieblingscharakter eines anderen Autors und wieso? 
..Ich finde Liv aus Silber sehr gelungen, mag aber auch Clary und Jace aus der City of Bones-Reihe. Auch der Protagonist aus „Das Böse Mädchen“ von Mario Vargas Llosa ist sehr spannend.

FRAGEN ZUM SCHREIBEN

Hast du ein Wort, welches du immer wieder falsch schreibst?
..Tätowierung, Känguru (wegen meines aktuellen Projekts bin ich jetzt davon kuriert), Dschungel


Was bewegt dich dazu, Bücher zu schreiben?
..Ich möchte die Geschichten erzählen, die ich gern lesen möchte.


Wann hast du dein erstes Buch geschrieben?
..Was ist ein Buch? Meine erste Kurzgeschichte entstand in den frühen Teenagerjahren für einen Wettbewerb. Dann habe ich jahrelang nur Sach- und Fachbeiträge geschrieben, bis ich 2016 unbedingt meinen ersten Roman anfangen musste.


Welches ist dein Herzensbuch von deinen eigenen Werken?
..Meine Yogakrimi-Reihe ist schon etwas besonderes für mich, weil es der Grund war, überhaupt mit dem Schreiben zu beginnen und ich meine Charaktere sehr liebe. Aber jedes andere Projekt, das ich seitdem anfange, liegt mir genauso am Herzen. Sonst würde ich meine Freizeit mit etwas anderem als dem Schreiben verbringen.


Welcher deiner Charaktere ist dir während des Schreibens besonders unter die Haut gegangen? 
..Unter die Haut geht mir Lina aus meinem aktuellen Wattbad-Projekt „Die Wahrheit liegt irgendwo … dahinten und weint“. Sie macht Erfahrungen, von denen sich nur wenige Menschen (auch ich nicht) komplett freisprechen können. Es ist zwar kein autobiografisches Projekt, aber all ihre Gefühle, fühle ich ebenso. Nur so kann dieses Projekt wohl auch funktionieren. 


Kannst du einen deiner Charaktere überhaupt nicht leiden?
..Mit Jacob (aus Sündenfeuer) habe ich wahrscheinlich noch ein größeres Ekel geschaffen als mit Thomas (aus Unter Verdacht)


Inspirieren dich Leute oder Ereignisse aus deinem Leben für deine Bücher?
..Ja, absolut. Menschen weniger, aber Ereignisse total. Manchmal braucht es nur einen winzigen Funken, um einen Roman in mir zu entzünden.


Schreibst du deine Bücher eher chronologisch oder hüpfst du von Szene zu Szene und puzzelst dann alles zusammen?
..Ich schreibe chronologisch, wenn möglich. Aber beim Überarbeiten muss ich natürlich nochmal auf der Timeline zurück und ggf. fehlende Szenen schreiben.


Wie lange dauert es ungefähr bis du eine Idee von deinem Kopf aufs Papier bringst?
..Eine Idee entsteht und ca. ein Jahr später fange ich an, einen Roman daraus zu machen. Bis es fertig ist sind bislang rund 2 Jahre vergangen, aber ich hoffe, irgendwann mal schneller zu werden. Allerdings kann ich unmöglich alle Ideen, die ich in einem Jahr habe, in den nächsten zwei Jahren veröffentlichen.


Mit welchen Schätzen können wir in nächster Zeit von dir rechnen?
..Zur Zeit schreibe ich sowohl an Linas Geschichte, die ein Coming of Age Thema behandelt, und an „Ein Hund ist kein Känguru“, einer Liebeskömodie, die in Australien spielt. Welche von denen als erstes auch als Buch erscheinen wird, weiß ich noch nicht.
Aber Anfang Oktober wird auf alle Fälle erstmal der neue Moorkamp-Krimi kommen. Vielleicht ist er schon vorbestellbar, wenn dieses Interview erscheint.
Sündenfeuer: Moorkamps zweiter Fall
Die Yogalehrerin Emi Moorkamp möchte sich nicht mehr verbiegen.

Von einem Seminar in ländlicher Idylle erhofft sie sich Impulse, wie sie ihre Berufung mit der Notwendigkeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen vereinbaren kann, ohne fortwährend faule Kompromisse zu machen. Als mitten in der Nacht ein Feuer im Gästehaus ausbricht, findet sie statt der erhofften Erleuchtung eine Leiche und schnell ist ihr klar: Es handelt sich um Mord!

Mit Hilfe ihrer neuen Freundin Ella will Emi dem Täter auf die Spur kommen. Denn sie ist sicher, dass er sich in ihrem direkten Umfeld befindet. Gemeinsam suchen sie nach der Nadel im Aschehaufen und stoßen dabei auf mehr Geheimnisse als erwartet.

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