Autorentag mit Daniela Hartig

Persönliche Fragen

https://www.herzimbuch.de/2018/12/21/autorentag-mit-saskia-von-der-osten/Was machst du in deiner Freizeit, wenn du nicht gerade schreibst? 
HA! Lesen!
Gutes Essen genießen, mit Freunden plaudern, und was ich zum Abschalten brauche, ist, fernsehen. Von Trash-TV, wie Dschungelcamp oder GNTM bis hin zu Nachrichten, Politsendungen und Dokumentationen, es ist alles dabei. Ich liebe fernsehen.


Was ist Dein größter Wunsch?
Oh, das ist schwer. Ich glaube, da bin ich ziemlich langweilig. Dass alle meine Liebsten gesund und glücklich bleiben. Mir bedeuten materielle Dinge nicht so viel.
Ok...na gut...wenn eines meiner Bücher auf der Bestsellerliste landen würde, wäre das schon geil!


Wer zählt zu deinen Lieblingsautoren?
Diese Frage kann ich unmöglich beantworten. Es gibt ein paar Bücher, die habe ich mehrmals gelesen, z.B. Die Justin Cronin-Reihe oder Stephen Kings „The Stand“ die Originalfassung, aber es gibt so unfassbar viele, talentierte Autoren_Innen...das würde ein zehn Seiten Essay werden.


Wenn du die Wahl zwischen lebenslangem freien Netflix-Abo oder einem Buch-Abo in einer Buchhandlung hast, wie würdest du dich entscheiden? 
Diese Frage ist sehr, sehr leicht. Das Buch-Abo. Das wäre ja ein Traum! Ich würde durchdrehen.!(Und ein neues Haus bauen müssen. Mit einer Bibliothek, so groß wie eine Turnhalle...)


Wie sieht dein perfektes Frühstück aus?
French Toast mit Honig von meinem Mann, frischer Obstsalat, Bacon, Kaffee. Und ein Glas Orangensaft. Und ein Glas Prosecco.


Du musst dich zwischen All you can eat und einem Candlelight Dinner entscheiden, was wählst du und wieso?
Candlelight Dinner. Am Strand. Mit Kerzen und dem warmen Sand zwischen den Zehen und dem salzigen Wind in den Dreads. Und dem Vollmond am Himmel und der sanften Brandung im Ohr. 


In welcher Buchwelt würdest du gerne leben?
Ui...sehr coole Frage. Wahrscheinlich in der Welt von Carlos Ruiz Zafons Werk „Der Schatten des Windes“ in Barcelona. Ich liebe diese Stadt sehr und die magische Geschichte, die in den Gassen der Altstadt spielt, ist einfach wunderschön. 


Bist du eher spontan oder planst du alles gründlich durch?
PLAN? ....Sorry, musste das Wort eben kurz mal googeln. HAHAHAHA
Spontan. Dabei habe ich schon die schönsten Erlebnisse gehabt und möchte das nicht missen. Wenn es nicht anders geht, dann mit Plan, aber selbst meine Kinder schütteln nur noch den Kopf, wenn ich mal wieder grinsend zugebe, dass ich das jetzt so nicht geplant hatte.


Wachst du manchmal auf und fragst dich, ob du nicht mehr alle Tassen im Schrank hast, weil du Stimmen im Kopf hörst und dann aufspringst, um all ihre Geschichten aufzuschreiben, solange sie mit dir reden? Machst du das dann auch oder lässt du sie reden? 
Also ich finde mich sehr zurechnungsfähig, wenn ich während des Schreibprozesses murmelnd durch das Haus laufe, meinen Laptop hüte wie ein Neugeborenes und vergesse, wie ich heiße. Wenn ich für meine Protagonisten zwei Teller mehr aufdecke und mich wochenlang bei ihnen entschuldige, dass ich ihnen das jetzt antun muss. Gut, dass ich Dreads habe, sonst hätte ich sie spätestens nach dem Fertigstellen des Manuskriptes.


Was ist deine Lieblingssüßigkeit?
Boar...fies. Warte, hier kommt die Liste: Nimm zwei, Snickers, Mon Cherie, Kinder Maxi King, saure Pommes, Blätterkrokant, Nougat, Milchreis, alles mit Erdbeeren, Nussbecher, Spagetthiebecher, Schockotorte, Knabberbrezeln, Prossecco, Weihnachtsplätzchen, Sommerkekse, Frühlingsdrops, Winterlebkuchen....und sie zählte auf, bis sie einschlief....


Deine momentanen Top 5 Lieblingssongs sind?
She (Alice Phoebe Lou)
For a little While (Johnossi)
Cordula Grün (Josh)
YEAH RIGHT (Joji)
Und das immer und für immer:
Bitter sweet Symphony (The Verve)

FRAGEN ZUM SCHREIBEN

Welcher Charakter ist dir während des Schreibens besonders unter die Haut gegangen und wieso? 
Storm. Ich hatte einen Heidenrespekt vor ihr und ihrer Geschichte. Und ich wollte in keinem Fall, dass sie das typische Opfer, oder das typische Mädchenbild vermittelt. Das finde ich nämlich sehr schade, dass weibliche Protagonisten oft so klischeehaft sein müssen. Frauen können viel mehr, als sie teilweise in der Literatur darstellen. Deshalb bin ich mit viel Respekt und Wertschätzung an sie herangegangen und das Feedback zu ihr ist auch sehr gemischt. Viele weibliche Leser konnten sich mit ihr nicht so anfreunden, weil sie so anders ist. Aber gerade das hat mir gefallen. 


Hast du dir schon mal überlegt in einem anderen Genre zu schreiben? Wenn ja, welches möchtest du ausprobieren? 
Ich glaube, ich bin ganz gut in meinem Genre aufgehoben. Vielleicht wird es mal einen Roman geben, der ein bisschen erwachsener sein wird, allerdings lass ich das auf mich zukommen. Was ich definitiv nicht könnte, ist einen Thriller oder ein Krimi schreiben. Dafür fehlt mir das logische Denken im Handlungsaufbau. Wenn ich einen guten Krimi lese, bewundere ich immer dieses langsame heranführen an den Täter, die gestreuten Hinweise, bis es am Ende zum Showdown kommt. 


Hörst du beim Schreiben Musik, wenn ja welche? 

Musik ist das absolute Non-Plus-Ultra. Ohne kann ich nicht schreiben. Ich hab dann die Kopfhörer auf den Ohren und tauche ab. Die Playlist variiert, je nachdem, welche Szene ich schreibe. Aber insgesamt ich bin eher der rockige Typ. Bei „Fuck you, Love“ war meine Lieblingsband Johnossi. Die hab ich rauf und runter gehört.


Dein absolutes Hasswort beim Schreiben, welches du doch verwendest?
Hab ich keines. Ganz ehrlich! Ich liebe jedes einzelne Wort. Auch die Füllwörter.


Hast du irgendwelche Rituale vor, während oder nach dem Schreiben einer Geschichte? 
Wenn ich das kleine Wörtchen ENDE daruntersetze, schenke ich mir ein Glas Prosecco ein.


Hast du schon mal darüber nachgedacht mit einem Verlag zusammen zu arbeiten?

Ich bin ein sogenannter Hybrid. Seit einem halben Jahr bin ich bei der Verlagsfamilie Oetinger unter Vertrag. Dort schreibe ich für die Heartbeat-Reihe, die sie ganz neu herausbringen. Es ist alles noch sehr frisch, aber ich fühle mich sehr wohl mit meiner Lektorin und bin mega gespannt auf die Abläufe in einem Verlag. 


Hat Dich einer Deiner Buchcharaktere schon mal so richtig genervt?
Hahahaha, das ist eine lustige Frage...ich muss nachdenken...Nein, ich glaube nicht. Ich biege die immer so hin, dass sie mir nicht auf den Keks gehen. Wäre ja noch schöner, schließlich bin ich der Chef!


Schreibst du gerade an einer neuen Geschichte?
Ich habe ja von Oktober 2015 bis Juli 2016 vier Bücher hintereinander runtergeschrieben. Okay, okay, ich gebe zu...ich war vielleicht ein ganz kleines bisschen im Wahn. Die veröffentliche ich jetzt nach und nach. In ein paar Wochen kommt meine neues Buch „The Last Border“ heraus. Das habe ich als allererstes Ende 2015 geschrieben und es ist mein absolutes Herzensprojekt! Ich freue mich riesig, dass es endlich das Licht der Welt erblickt und stehe total auf das Cover! 


Wie lange dauert es ungefähr, bis du eine Idee in einem Buch umgesetzt hast?
Wenn ich gut bin, brauche ich für ein komplettes Manuskript ca. 10-12 Wochen. Ich schreibe ohne Szenenplan oder Plott. Ich habe ja auch keine Ausbildung oder ein Studium der Literatur oder so. Ich bin durch und durch Autodidaktin, worauf ich echt stolz bin, weil es zeigt, dass jeder alles schaffen kann. Wenn ich eine Idee für ein Buch habe, findet der komplette Prozess in meinem Kopf statt. Ich mache keine Listen, keinen Aufbau, keinen Handlungsstrang. Brauche ich nicht, weil meine Protas in mir leben. Also wer schon mal mit dem Gedanken gespielt hat, ein Buch zu schreiben, traut euch einfach! Vielleicht seid ihr selbst erstaunt über eure Fähigkeiten. 


Erinnerst du dich an einen lustigen Vertipper deinerseits?
Oh je, da gab es einige! Leider weiß ich die nicht mehr, aber bei uns läuft es ja so: Mein Mann muss mir jeden Abend das geschriebene Kapitel vorlesen. Damit ich höre, wie er es betont, ob was fehlt, oder ob Logikbrüche drin sind. Und wir haben uns immer auf der Couch gekugelt, wenn ein besonders blöder Vertipper auftauchte. Da musste ich manchmal lachen, bis ich Bauchschmerzen hatte. Das war echt superlustig.

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