Autorentag mit Natalie Elin

Persönliche Fragen

Wie sieht dein perfektes Frühstück aus? 
Ui, also ich liebe es ja, mich mit meiner ersten Tasse Kaffee und einem Buch auf das Sofa zu setzen und so in den Tag zu starten. Sobald sich dann mein Freund aus seiner Bettdecke gepellt hat, bereiten wir gemeinsam das Frühstück vor: Brötchen, Frühstücksei, Käse und an manchen Wochenenden auch Lachs. Marmelade oder Nougatcreme muss man mir gar nicht erst auf den Tisch stellen, ich bin der herzhafte Typ. Wir suchen uns dann gern eine Dokumentation aus und lassen diese laufen, unterhalten uns darüber. Ich liebe Frühstück und freue mich schon allein deswegen immer aufs Wochenende. Unter der Woche esse ich fix auf der Arbeit.

Isst du gerne Süßes? Eher Schokolade oder Weingummi?
Kekse. Ich liebe Kekse! Ich bin eigentlich gar nicht so eine Naschkatze, aber wenn jemand mit etwas Leckerem vor meiner Nase herumwedelt, werd ich doch schwach. Am ehesten kann ich (aktuell) aber auf Gummibärchen verzichten. Das ist saisonabhängig bei mir – im Sommer eher fruchtige Gummitierchen. Im Winter zarte Schokolade. Aber Kekse gehen immer.

Bist du eher spontan oder planst du alles gründlich durch? 
Das ist eine sehr knifflige Frage, die ich so einfach gar nicht beantworten kann. Ich liebe es zu planen und bin kurz mürrisch, wenn etwas nicht nach Plan läuft. Zumindest, wenn ich mir beim Planen Mühe gegeben habe. Andererseits sind spontane Aktionen oft die lustigsten, die einem noch lang in Erinnerung bleiben. Was das Planen angeht, bin ich durch meinen diesjährigen Australienurlaub viel entspannter geworden. Da wussten wir am Morgen noch nicht, wo wir am Abend landen und schlafen würden. Es war aufregend, aber auch gleichzeitig die beste Zeit meines Lebens. Spontanität hat für mich ein bisschen was mit Freiheit zu tun.

Welche Hobbys hast du? 
Ganz profan und ihr werdet nicht darauf kommen: Lesen. Ich liebe es zu lesen. Und natürlich auch zu schreiben. Diese zwei Dinge sind die Hobbies, die mich beständig begleiten. Ab und zu greife ich mal zu Stricknadeln, zu Stiften oder backe, was das Zeug hält. Doch sind dies keine Dinge, die ich wirklich als Hobby bezeichnen würde. Ich gehe gern mit meiner Mama ins Kino oder treffe mich gern zum Essen mit meinen Mädels.

In welcher Buchwelt würdest du gerne leben? 
Ich glaube es gibt kaum jemanden, der bei dieser Frage nicht sofort an Hogwarts denkt. Ich auch. Nur ein einziges Mal möchte ich in meiner Ravenclaw-Robe durch die Gänge schreiten. Allerdings gibt es noch eine Welt, die es wert wäre, sie zu bereisen: Die Buchwelt der His Dark Materials von Philip Pullmann. Auf Deutsch der Goldene Kompass. Ich liebe diese Buchreihe und die Welt, in der sie spielt.

Welche Superkräfte hättest du gerne?
Da muss ich nicht lange überlegen: Beamen. Ich lebe am Stadtrand von Berlin und arbeite in der Innenstadt. Täglich geht super viel Zeit dafür drauf, dass ich zur Arbeit und wieder nachhause fahre. In der Zeit könnte ich einkaufen, kochen, waschen, lesen und: SCHREIBEN. Alles zusammen. Kurz habe ich überlegt, ob ich schreibe: Die Zeit anzuhalten oder die Zeit zu kontrollieren. Aber das käme mir falsch vor. Ich denke, dass alles zum richtigen Zeitpunkt geschieht und bin davon überzeugt, dass es schwere Folgen hätte, an der Zeit herumzupfuschen.

Wer zählt zu deinen Lieblingsautoren?
Philip Pullmann, Sophie Kinsella, J.K. Rowling, Sebastian Fitzek, Susan Mallery

Wie sieht für dich ein perfekter Urlaub aus?
Das kann ich pauschal nicht beantworten. Ich liebe es, mich 10 Tage lang an einen Strand zu hauen, bestenfalls in einem hübschen Hotel, in dem ich von morgens bis abends keinen Finger rühren muss. Andererseits liebe ich das Abenteuer! Rundreisen! Mit einem Camper durch ferne Länder reisen gibt einem so viele Eindrücke, die einen selbst zu einem besseren Menschen machen können. Und Campingduschen sind gar nicht so schlimm, wie man glaubt.

Mit welchem Essen kann man dich immer begeistern? 
Mit Käse.. Wirklich, ich liebe Käse. Mein Freund nennt mich manchmal Käsetalie.

Welches Buch würdest du uns gerade empfehlen?
Jetzt gerade? Ich lese derzeit Verdammt nah am Himmel von der lieben Linda Schipp und spüre, dass dieses Buch etwas in mir hinterlassen wird.
Mein All-Time-Favourite ist und bleibt aber der Goldene Kompass. Lest es! Es wird euch verzaubern!

FRAGEN ZUM SCHREIBEN

Hörst du beim Schreiben Musik? 
Ja! Ich habe zu jedem meiner Projekte eine eigene Playlist, die sich während des Schreibens immer weiterentwickelt. Musik hilft mir, mich in bestimmte Stimmungen zu versetzen. Erst letztens habe ich aus der Sicht von einem richtigen … nunja … Arschloch geschrieben und hab mir erstmal System oftheDown auf die Ohren gehauen. Genauso höre ich melancholische Musik, wenn mir eine traurige Szene bevorsteht.

Hast du irgendwelche Rituale beim Schreiben?
Nicht wirklich. Ich schreibe oft einfach drauf los. Je nachdem, wie lange ich ein Manuskript nicht mehr vor Augen hatte, lese ich das letzte Kapitel noch einmal, um wieder hineinzufinden. Was ich aber immer bereitliegen habe, sind ein Notizbuch und ein Stift. Für jedes Projekt habe ich ein Notizbuch (in denen es zugegebenermaßen von einzelnen Zetteln nur so wimmelt. Ein Hoch auf das Chaos.) Und ich brauche ein Heißgetränk zum Starten, sei es Kaffee oder Tee.

Ist für dich eine Botschaft im Buch wichtig? 
Jain. Ich selbst muss nicht ausschließlich weltenverändernde Bücher lesen. Manchmal möchte ich mich auch berieseln und schlichtweg unterhalten lassen. Manchmal möchte ich lesen, um dieses „Wohlfühlgefühl“ zu bekommen. Aber oft weiß man das ja schon vorher. Klappentexte und oft auch schon das Genre verraten, was für ein Buch da man in Händen hält. Bei meinem Debüt Holding on toYou – Mavis und Henry gibt es ganz klar eine Botschaft. Diese herauszuarbeiten war mir unheimlich wichtig und ich bin unglaublich glücklich, dass die meisten der Rückmeldungen positiv sind. Wenn mir ein Leser/eine Leserin schreibt, dass sie das Buch sacken lassen musste, nicht schlafen konnte oder eine Woche Pause gebraucht hat, ehe sie zu einem neuen Buch griff, macht mich das unheimlich glücklich. Denn dann habe ich erreicht, was ich mit diesem Buch erreichen wollte: Emotionen wecken, berühren und zum Nachdenken anregen.

Inspirieren dich Leute aus deinem Umfeld für deine Charaktere?
Unterschwellig ganz bestimmt. Manchmal ist es vielleicht nur eine Geste oder eine Augenfarbe, die Art, wie jemand läuft oder wie die Stimme klingt. Ganz bewusst habe ich noch nie jemanden den ich kenne zu einem meiner Charaktere geformt, das wäre mir viel zu gruselig.

Erinnerst du dich an einen lustigen Vertipper deinerseits?
Hör mir auf. Er wurde sogar in der ersten Auflage gedruckt. Wenn ich daran denke, muss ich sofort loslachen. Statt Annalen stand dort Analen. Oh man.

Wie lange schreibst du schon?
Gar nicht so lang. Seit November 2016. Dort habe ich mein erstes Manuskript begonnen. Das war übrigens nicht Holding on toyou, sondern die Geschichte, die nächstes Jahr erscheinen wird. Holding on toyou war mein zweites Manuskript.

Wie lange dauert es ungefähr, bis du eine Idee in einem Buch umgesetzt hast? 
Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal schreibe ich mir Ideen nur grob auf und vergesse dann doch komplett, sie einzuarbeiten, oder sie passen dann plötzlich doch nicht mehr. Manchmal kribbelt es mir so in den Fingern, dass ich eine Idee sofort niederschreiben muss.

Schreibst du gerade an einem Buch? 
Nein.. Ich schreibe sogar an drei Projekten. Eine New Adult Story, die in Amerika spielt, genauer: in Delaware. Dann ein Jugendbuch mit Science Fiction Elementen (hier plane ich 3 Bände) und dann noch eine New Adult Story, die in einem fiktiven Ort spielt.

Was liebst du am meisten am Autorin sein?
Das hört sich für mich immer noch unwirklich an! Autorin sein. An sich ist das Schreiben mein Hobby. Ich verdiene damit nicht mein Geld zum Leben. Aber ich liebe es, dass ich tun und lassen kann, was ich möchte. Niemand anderes kann meinen Charakteren vorschreiben, wie sie zu denken und zu handeln haben. Manchmal nicht einmal ich selbst.

Hast du dir schon mal überlegt in einem anderen Genre zu schreiben? Wenn ja, welches möchtest du ausprobieren? 
Ich glaube, am sichersten werde ich mich immer im New Adult Bereich bewegen. Obwohl ich dieses Genre gar nicht (mehr) so super gern lese, schreibe ich es unheimlich gern. Irgendwann werde ich mich auch mal an Fantasy wagen, einfach, um es auszuprobieren. Was ich allerdings nie schreiben werde: Thriller. Ich würde beim Schreiben die ganze Zeit zittern wie Espenlaub.

Vielen, vielen Dank für diese tollen Fragen! Es hat mir riesigen Spaß gemacht, diese zu beantworten!

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